Voreinstellungen

Wenn Sie als Systemverwalter (meist Kurzzeichen ROT bzw. unter UNIX/LINUX der Benutzer 'root') daily starten, haben Sie Zugriff auf die Menüoption Voreinstellungen. Nachdem Sie diese Menüoption des Hauptmenüs aktivieren, erhalten Sie das Voreinstellungen-Menü. Hier haben Sie die Möglichkeit, entweder Benutzer-Voreinstellungen zu ändern, oder die hinterlegten Angaben für Ihre Bankverbindungen zu bearbeiten.

daily speichert für jeden Benutzer einen separaten Datensatz der Voreinstellungen. Wenn Sie die Option Benutzer aktivieren, erscheint ein Eingabefenster, in welches das interne Benutzerkürzel

eingegeben werden muß. Das Benutzerkürzel wird über die Datei dax.pro mit einer systemspezifischen Benutzernummer (die in der UNIX- und LINUX-Version aus der UNIX-Datei /etc/passwd abgeleitet ist) verknüpft. Wie bereits in den Kapiteln Installation unter

UNIX bzw. Installation unter DOS erläutert, dient die Datei dax.pro auch dazu, die Zugriffsmöglichkeiten der einzelnen Benutzer auf die jeweiligen Menüpunkte einzuschränken bwz. zu erlauben. Hier ein Auszug aus einer möglichen dax.pro Datei für einen möglichen Benutzer Manfred Kluge, Benutzerkürzel MKL, mit der systemspezifischen Benutzernummer 205:

:
205:11011111110011111000000000000000:MKL:xyz/mk:i.A. Manfred Kluge
:

Jeder Benutzer erhält einen einzeiligen Eintrag in der Datei dax.pro. Die einzelnen Felder eines Eintrags sind jeweils durch Doppelpunkte voneinander getrennt. Das erste Feld ist die Benutzernummer, die dem Anwender entspricht. In der MS-DOS Version ist diese Benutzernummer frei wählbar, während in den UNIX/LINUX-Versionen diese Nummer der ID des UNIX-Anwenders entspricht; sie wurde vom Systemadministrator beim Anlegen des UNIX-Anwenders erzeugt und ist in der UNIX Systemdatei /etc/passwd gespeichert. Das zweite Feld besteht aus 32 Zeichen von 0 und 1. Dabei entspricht jede Stelle einer bestimmten Menü-Option von daily. Eine 1 bedeutet, der Benutzer hat Zugriff auf die betreffende Option, während eine 0 den Zugriff sperrt. Welche Stelle welche Bedeutung hat, ist in der Datei dax.pro als Kommentar hinterlegt. Das dritte Feld ist das bis zu drei Zeichen lange Benutzerkürzel, das bei der späteren Eingabe oder Änderung von Adressen-Datensätzen jeweils mit im Datensatz abgelegt wird. Das vierte Feld gibt die Bezeichnung für das Merkmal Unser Zeichen an. Dieses Merkmal läßt sich später auf Briefen und Formularen ausdrucken. Im fünften und letzten Feld eines Eintrags in dax.pro wird die Kennung für Unterschriften des jeweiligen Benutzers angegeben. Auf bestimmten Formularen (Bestellungen, Angebote und Auftragsbestätigungen) wird diese Unterschriften-Kennung automatisch mit ausgedruckt. Üblicherweise würde der/die Geschäftsführer/in einen Unternehmens mit seinem/ihrem Namen eingetragen werden, während der Eintrag für alle anderen Mitarbeiter jeweils mit einem i. A. beginnen würde.

Hinweis: Das oben Gesagte gilt sinngemäß nicht nur für die UNIX- und LINUX-Version von daily sondern auch für die MS-DOS Version. Jedoch ist die Benutzernummer in der DOS Version nicht von einer Systemdatei abgeleitet, sondern kann vom Systemverwalter mehr oder weniger frei vergeben werden. Weitere Informationen gibt auch die Datei README.TXT.

Kommen wir nun zurück zu den Benutzer-Voreinstellungen. Nach der Aktivierung der Option Benutzer und der Eingabe des Kurzzeichens des zu bearbeitenden Benutzereintrags erscheint eine Eingabemaske ähnlich der hier dargestellten:

Es sind neben den Voreinstellungen für die Währung, die Mehrwertsteuer-Sätze und die Vorgabe des Landes jeweils in einer Zeile die Eingabefeldern für die einzelnen Formulartypen dargestellt. Zu jedem Formulartyp gibt es zwei Angaben: a) die zugehörige .ini-Datei und b) das Kommando, um ein Formular des angegebenen Typs zu Papier zu bringen. In der jeweiligen .ini-Datei wird der Seitenaufbau mit diversen Merkmalen beschrieben. Näheres dazu finden Sie im Kapitel .ini-Dateien in dieser Dokumentation. Bei den Druck-Kommandos handelt es sich um System-Kommandos, die in der Regel einen Drucker-Spooler o. ä. in Aktion setzen. (In der DOS Version von daily liefern wir ein Druckprogramm lp.exe mit, welches Druckerfehler sicher verarbeiten kann). Jedes Formular, das gedruckt werden soll, wird von daily zuerst in einer temporären Zwischendatei aufgebaut. Diese hat einen vom System vergebenen Dateinamen, der nur dem Programm bekannt ist. Er wird beim Aufruf des Druckkommandos automatisch an der Stelle des Ausdrucks %s in das Druckkommando eingefügt. daily löscht diese Zwischendatei von sich aus nicht! Deshalb sollte das Druckkommando dafür sorgen, dass die Zwischendatei nach dem Druck gelöscht wird. Beim SCO UNIX Druck-Dämon lp geschieht dies durch die Option -R und bei dem von uns gelieferten DOS Druckprogramm lp.exe durch die Option -rm.

Die ersten beiden Buchstaben bezeichnen jeweils den Formulartyp. Es bedeutet dabei

ET Etiketten
RE Rechnungen
AN Angebote
LS Lieferscheine
AB Auftragsbestätigungen
TX Texte/Briefe
UL Umsatzsteuer-Liste
ÜT Überweisungsträger
KL Kundenliste
AL Artikelliste
BS Bestellungen
SB Serienbriefe
PJ Projektlisten, Wiedervorlage-Listen, Kundenkontakt-Listen

Sie sehen also, daily läßt für jeden Typ von Formular eine andere Ausgabe-Möglichkeit zu.

Durch die flexiblen Wahlmöglichkeiten der Benutzer-Voreinstellungen auf einer Pro-Benutzer-Basis läßt sich daily praktisch an jedes vorhandene Firmen-(Brief) Papier anpassen.

Im Menü Voreinstellungen gibt es noch die Option Bankangaben. Hier können zwei Dinge spezifiziert werden: a) der Aufbau von Überweisungsträgern und b) bis zu zwei eigene Bankverbindungen, aus denen man später bei der Erstellung von Überweisungen auswählen kann.

Der Aufbau von Überweisungsträgern ist zwar prinzipiell vorgegeben, jedoch kann es nötig sein, abhängig vom verwendeten Drucker und/oder der Druckerschriftart, die Einstellung des linken Randes sowie der Spaltenpositionen von BLZ und dem Betragsfeld anzupassen.


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